Unsere erste Reise nach Lappland hat uns so beeindruckt, dass wir sofort nach unserer Rückkehr eine zweite Reise gebucht hatten. Die Schönheit der arktischen Landschaft und die Ruhe dort im hohen Norden lassen uns vermutlich nie mehr los.
Dieses Mal hatten wir neben den Polarlichtern das Licht des zunehmenden Mondes und die arktische Nacht wurde schon nicht mehr astronomisch dunkel. Dadurch sehen die Polarlichtaufnahmen deutlich anders aus als die Aufnahmen aus dem November 2024.
Als wir Anfang April dort waren, gab es reichlich Schnee in schwedisch Lappland. So konnten wir tagsüber durch die verschneite Landschaft wandern oder unser Herz mit einer Hundeschlittenfahrt erfreuen. Auch eine Tour mit einen Motorschlitten war ein unvergessliches Erlebnis.
Eines Abends in der Dämmerung kam eine kleine Schar Rentiere in unser Camp und trottete direkt an unserer Hütte vorbei.
Sicher, man kann Aurora borealis auf von Deutschland aus sehen. Da kommt die Frage auf, warum man dafür 2000 km nach Norden reisen sollte.
Meine Antwort darauf besteht aus zwei Teilen:
1. Die Polarlichter nördlich des Polarkreises "spielen in einer anderen Liga". Sie sind häufig beeindruckend hell und mit den bloßen Augen in bunten Farben zu sehen. Wir konnten stundenlanges Aurora-"Feuerwerk" bestaunen, das phasenweise den gesamten Himmel beleuchtet hat.
2. Die arktische Naturlandschaft in Lappland ist auch bei Tage wunderschön. Der unendliche Taigawald und die Tundra, die man bei der Fahrt in die Skanden durchquert, werden uns immer unvergesslich bleiben.
Wir hatten eine Blockhütte mitten im Wald, die nur über einen vereisten Waldweg zu erreichen war. Um dorthin zu gelangen, hatte wir uns einen Allradangetriebenen Geländewagen gemietet. Die Hütte war sehr naturnah am Fluß Torne gelegen, der sich dort seeartig verbreitert. Ich habe alle Polarlichtaufnahmen dort unten am Fluss aufgenommen.
Der Fluss...ja, der Fluss hatte ein eigenes Naturschauspiel für uns vorbereitet, das wir so noch nie erlebt hatten.
Mit fallender Temperatur in den Abendstunden hat die Eisbildung erstaunliche Geräusche erzeugt. Sie reichten von einem Gluckern, wie von entweichender Luft, über Knackgeräusche, als ob kilometerlange Risse entstünden bis zum singenden Tönen, die ein bisschen an Walgesang erinnerten.
